Du bist hier: Startseite / Wissen & Technik / Artikel / Moderne Fahrradergometer für den Einsatz in der Leistungsdiagnostik

Artikel

23.10.2006

Moderne Fahrradergometer für den Einsatz in der Leistungsdiagnostik

Teil 1: Einführung

Fahrradergometer dienen der Feststellung des Leistungszustandes des Radsportlers. Dabei sind verschiedene Parameter wie Herzfrequenz, Blutlaktatgehalt oder Atemgaszusammensetzung von Interesse. Moderne Fahhradergometer unterstützen solche Tests, indem sie Sensorik und Aktorik benutzen, die die Bremswiderstände (und somit Tretfrequenz und Leistung) an die gewünschten Tests anpassen.



Ein Ergometer ist ein Gerät zur Analyse des Leistungszustandes eines Sportlers. Dabei kann der Leistungszustand anhand von Parametern wie Herzfrequenz, Leistung, Pedalkraft oder auch Atemgaszusammensetzung eingeschätzt werden. Als Ergometer wird meist ein sportartverwandtes Gerät eingesetzt. So begibt sich ein Marathonläufer zur Leistungsanalyse vorzugsweise auf ein Laufband. Ein Radsportler verwendet dagegen ein Fahrradergometer.

Das Fahrradergometer kann die Tretfrequenz oder die Leistung konstant halten

Der Radsportler benutzt das Fahrradergometer, um darauf verschiedene Tests durchzuführen. Weit verbreitet ist der isokinetische bzw. der hyperbolische Test. Beim isokinetischen Test versucht das Regelungssystem des Fahrradergometers die Tretfrequenz durch Änderung des Bremswiderstandes nahezu konstant zu halten. Dies gelingt dadurch, indem die Bremskraft bei Unterschreiten der eingestellten Tretfrequenz verringert wird bzw. bei Überschreiten der eingestellten Tretfrequenz erhöht wird. Beim hyperbolischen Test versucht das Regelungssystem des Fahrradergometers eine konstante Leistung zu halten. Dies gelingt, indem die Bremskraft bei Überschreiten der eingestellten Leistung verringert bzw. bei Unterschreiten der eingestellten Leistung erhöht wird.

Beim Stufentest werden, während die Leistung in Stufen erhöht wird, biometrische Daten aufgenommen

Mit Hilfe des isokinetischen Tests kann die maximale Leistung bei verschiedenen Tretfrequenzen ermittelt werden. Mit Hilfe des hyperbolischen Tests kann mit konstanter Leistung gefahren werden oder auch ein Stufentest durchgeführt werden. Bei einem Stufentest wird ausgehend von einer definierten Anfangsleistung (z.B. 100 Watt) eine Steigerung der Leistung nach jeweils einer definierten Zeitdauer durchgeführt (z.B. 3 min). Dabei wird eine definierte Anzahl von Leistungen (Stufen) durchlaufen oder bis zur Leistungsgrenze des Athleten gefahren. Oft werden während der Tests weitere biometrische Daten, wie Herzfrequenz, Laktatgehalt oder Atemgaszusammensetzung erfasst. Diese Daten ermöglichen bezogen auf die gefahrene Leistung Aussagen über den Leistungszustand des Sportlers.