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07.10.2009
Aktuelle Studie zeigt: Keine messbaren Unterschiede

Über Kunstrasen zur WM?

Am kommenden Samstag findet im Moskauer Olympiastadion das viel titulierte „Spiel des Jahres“ zwischen Deutschland und Russland statt – auf Kunstrasen. Bundestrainer Joachim Löw sagte im Interview mit der SZ: „Das ist inzwischen ein unwichtiger Aspekt.“

Und was sagen die Experten?
Eine wissenschaftliche Studie der Deutschen Sporthochschule Köln unter Leitung von Dr. Wolfgang Potthast kommt zu dem Ergebnis: Gute und gut gepflegte Kunstrasenplätze beeinflussen das Spiel nicht messbar.

Die Bewegungsmuster von Fußballspielern bei Torschüssen und Flankenbällen unterscheiden sich nur auf schlechten Kunstrasenplätzen deutlich von den Bewegungsabläufen auf guten Naturrasenplätzen. Bei Torschüssen ist vor allem das Standbein und bei Flanken eher das Schussbein betroffen. Diese Veränderungen führen zu schlechterer Schusspräzision und -härte. Einige Spieler berichten, dass sie auf Kunstrasenplätzen „schlechter mit dem Fuß unter den Ball kämen“. Als Folge würde das Spiel über die Flügel mit Flankenbällen reduziert. Die Ergebnisse der Deutschen Sporthochschule Köln werden durch andere befragungs-basierte Studien und Spielbeobachtungen im Auftrag der FIFA unterstützt.

Im Moskauer Luschniki-Stadion ist die neueste Generation der künstlichen Rasenplätze verlegt. Das Länderspiel Russland gegen Deutschland wird also nicht vom Belag entschieden werden, sondern von der Spielstärke der beiden Teams. Das ist zumindest das Ergebnis der Forschergruppe der Deutschen Sporthochschule Köln. Und was sagt der Bundestrainer? „Der Kunstrasen darf kein Alibi sein“, so Löw gegenüber der SZ.
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