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Sportartikel-News/-Pressemitteilung

16.03.2015
Outdoorbekleidung

Nikwax und Greenpeace klärten auf über Risiken bei der Verwendung von PFC-basierenden Imprägnierungen in Outdoorprodukten

Auf der diesjährigen ISPO in München unterstützte Nikwax Greenpeace in deren Mission die Outdoor-Branche zu entgiften. So lud Nikwax auf der ISPO die wichtigsten Branchenpartner und Journalisten zu einer Präsentation von Nick Brown ein, um die chemische Zusammensetzung und Risiken bei der Verwendung von PFC-basierenden Imprägnierungen, insbesondere die Unterschiede und Ähnlichkeiten von C6- und C8-PFCs zu erläutern. Als "Special Guest" wurde Greenpeace höchstpersönlich eingeladen, um die Fortschritte ihrer Detox-Kampagne zu präsentieren, deren Hauptfokus die Verschmutzung durch PFCs und andere Chemikalien bei der Herstellung von Outdoorprodukten ist.

5 Dinge, die Sie über PFCs wissen sollten:

  • C6 und C8 PFCs sind diejenigen Bestandteile, welche bei der Imprägnierung von Outdoorprodukten für die Wasser abweisenden Eigenschaften verantwortlich sind. Sie werden von vielen Marken für die DWR-Imprägnierung des Obermaterials sowohl im Herstellungsprozess als auch in Pflegemitteln verwendet. Nikwax ist die einzige Pflegemittelmarke, die seit jeher PFC-frei produziert.
  • Outdoorbekleidung trägt zu einer höheren PFC-Konzentration in geschlossenen Räumen bei, welche um das bis zu 50fache höher sein kann als draußen an der frischen Luft.
  • Weder C6 noch C8 sind biologisch abbaubar, sie sind umweltpersistent und darüber hinaus bioakkumulierend. Wenn wir unsere Outdoorbekleidung mit PFC-haltigen Produkten imprägnieren (in der Herstellung ebenso wie zuhause beim Nachimprägnieren), geraten diese giftigen Substanzen in die Gewässer, vergiften den Fischbestand und landen schlussendlich auch in unserer Nahrungsmittelkette.
  • Wie schlimm sind diese Umweltgifte? Kinder auf den Faröer Inseln haben aufgrund ihrer hauptsächlich auf Fisch basierten Ernährung bereits ein so stark geschwächtes Immunsystem, dass Impfungen oft nicht mehr anschlagen. Darüber hinaus ergaben Studien an Frauen, die auf Grönland leben, eine stark erhöhte Brustkrebsrate.
  • Im Juni 2014 verbot Norwegen die Verwendung von C8(PFOA) in Endverbraucherprodukten. Darüber hinaus prüft das Deutsche Umweltbundesamt derzeit zwei bekannte auf C6 basierende PFC-Alternativen zu C8-PFCs auf ihre Toxizität und bioakkumulierenden Eigenschaften. Kürzerkettige PFCs werden oft als weniger toxisch beschrieben. Allerdings liegt das Problem im Abbauprozess selbst, in welchem Säuren (PFHxA/PFHxS) entstehen, die sogar eine weit höhere Mobilität in der Umwelt aufweisen als PFOA.

2 kleine Änderungen, die Großes bewirken können:

  • Finden Sie vor Ihrem nächsten Kauf heraus, ob die Marke, an der Sie interessiert sind, PFC-frei imprägniert ist oder nicht. Lassen Sie sich darüber hinaus nicht durch Aussagen wie "PFOA-frei" verwirren, denn dies bedeutet nicht automatisch, dass dieses Produkt völlig PFC-frei ist, denn dies ist oft nicht der Fall.
  • Besuchen Sie regelmäßig die Greenpeace-Webseite, auf der Sie mitverfolgen können, welche Fortschritte die einzelnen Marken zur Minimierung ihrer Umweltauswirkungen auf diesem Sektor machen.    

Über Nikwax:

Nikwax® wurde im Jahre 1977 von Nick Brown gegründet, einem begeisterten und reisefreudigen Wanderer, der damals sein eigenes Produkt, ein Imprägnierwachs, herstellte um seine Wanderstiefel aus Leder trocken zu halten.  Seitdem entwickelte sich Nikwax zum weltweiten Marktführer von umweltsicheren Pflege- und Imprägniermitteln welche die Lebensdauer von hochfunktionellen Schuhen, Bekleidung sowie Ausrüstung verlängern und deren Leistungsstärke verbessern. Mittlerweile werden Nikwax® Pflegemittel in 50 Ländern vertrieben. Nikwax® ist der einzige große Pflegemittelhersteller, der noch nie Treibgase oder Fluorkarbon verwendet hat. Sämtliche Nikwax®-Produkte sind frei von Fluorchemikalien, verwenden fortschrittliche Elastomertechnologien, wurden nicht an Tieren getestet und sind nicht umwelt-persistent. Nikwax® hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, wie den renommierten Britischen Queen's Award (4x), den Sunday Times Best Green Award (3x), sowie den Green Apple Award (2x), und ist darüber hinaus ISO 9001 und 14001 zertifiziert.  Im Jahre 2014 wurde Nikwax mit dem Queen's Award für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet 13 als erstes und bislang einziges Outdoorunternehmen. Im Jahre 1987 ging Nick Brown einen Schritt weiter und entwickelte auf industriellem Niveau in neues Materialsystem mit dem Namen "Nikwax Analogy", dem das Prinzip der wasserfesten Direktionalität zugrunde liegt. Dies bedeutet, dass nicht nur Wasserdampf sondern auch flüssiges Wasser vom Körper aktiv weg transportiert wird. Das wasserfeste Nikwax Analogy System ist auch ohne PFC-Chemikalien höchst effektiv. Dieses System wird primär von der Bekleidungsmarke Páramo verwendet, die für ihre wasserdichten Jacken in Großbritannien viele Preise gewann und unter anderem das Polarforschungsprogramm British Antarctic Survey ausrüstet. Das weltweit wachsende Bewusstsein über die ernsthaften Umweltprobleme, die durch PFC-haltige Produkte entstehen, hat Nikwax angetrieben, sich mit der Entwicklung eines Industriestandards für Outdoormarken zu befassen, der "frei von PFC-Imprägnierungen" ist. Zudem soll das Konzept der wasserfesten Direktionalität international vermarktet werden.

Nikwax und Greenpeace klärten auf über Risiken bei der Verwendung von PFC-basierenden Imprägnierungen in Outdoorprodukten als PDF-Datei

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